Sie haben das Gefühl, Sie sollten jetzt unbedingt auch mal so einen Blog aufsetzen und befüllen? Womöglich, weil es die Konkurrenten auch tun? Dann sollten Sie sich zunächst noch die folgenden Tipps zu Herzen nehmen. Es könnte sonst geschehen, dass Sie Ihre kostbaren Ressourcen verschwenden.
Gefunden habe ich die zehn Dinge, die Sie bei einem Unternehmens-Blog beachten müssen, im Smashing Magazine.
1. Ein Blog bedeutet nicht automatisch mehr Traffic.
Das Ziel eines Unternehmens-Blogs ist es, Nutzer an die Webseite und damit ans Unternehmen zu binden. Ein erfolgreiches Blog hat eine feste Leserschaft, die ständig an Ihre Marke und Ihre Produkte erinnert wird. Diese Leser zu gewinnen, erfordert Zeit.
2. Ein Blog erfordert dauerhaftes Engagement.
Regelmäßige Blogeinträge sind Pflicht, dabei kann es vorteilhaft sein, diese immer am selben Wochentag zu veröffentlichen. Es kann Monate dauern, bis Leser auf Ihr Blog aufmerksam werden. Erst danach werden sie regelmäßig wiederkommen und Ihre Inhalte auch anderen Nutzern empfehlen.
3. Nutzen Sie Feeds richtig.
Ohne E-Mail-Alerts und RSS-Feed macht Ihr Blog keinen guten Eindruck. Nicht alle Nutzer wollen die URL bookmarken und täglich nachschauen, ob Sie einen neuen Eintrag verfasst haben. Ein Feed schafft eine dauerhafte Verbindung und generiert Aufmerksamkeit. Außerdem erleichtert er es den Nutzern, mit Ihnen zu kommunizieren – vor allem, wenn Ihre Blog-Einträge engagiert und ehrlich sind.
4. Ein Blog ist kein PR-Tool.
Ihr Blog sollte zum Dialog einladen. Senden Sie keine platten Werbebotschaften, suchen Sie die Diskussion. Zuhören ist genauso wichtig wie Schreiben. Stellen Sie Fragen, fordern Sie Feedback. Es gibt nichts Wichtigeres als konstruktive Kritik von Menschen, die Ihre Produkte nutzen.
5. Keine Pressemitteilungen.
Pressemitteilungen werden für Journalisten geschrieben. Sie sollen Medien dazu bringen, über Ihre Produkte und Ihr Unternehmen zu berichten. Ihre Kunden können mit Pressemitteilungen nichts anfangen. Dagegen sollten Sie Ihr Blog so anlegen, dass Kunden und potenzielle Kunden angesprochen werden. Geben Sie Tipps, informieren Sie ehrlich und engagiert. Stellen Sie sich immer die Frage, was der Leser mit Ihrem Text anfangen kann. Außerdem sollten Sie in Ihrem Blog einen persönlichen Ton anschlagen – dieser eignet sich nicht für PR.
6. Menschen wollen mit Menschen sprechen, nicht mit Unternehmen.
Mögen Ihre Kunden Sie? Haben Sie Vertrauen zu Ihnen? Selbst wenn Sie ein tolles Produkt zu einem vernünftigen Preis anbieten, können Zweifel an Ihrer Integrität Ihre Geschäfte torpedieren. In Ihrem Blog sollten Sie als Individuum auftreten, nicht als Unternehmen. Zeigen Sie, dass in Ihrer Firma Menschen arbeiten, keine gesichtslosen Roboter.
7. Fehler und Schwächen sind kein Tabu.
Im Gegenteil. Ihr Blog dient dazu, auf Pannen zu reagieren und den kritischen Dialog zu suchen. Nur so lässt sich verlorenes Vertrauen wieder herstellen. Ein weiterer Vorteil: Sie ermuntern die Nutzer, Schwachstellen aufzuzeigen und Problemlösungen einzubringen.
8. Es muss nicht immer Marketing sein.
Nicht immer treffen Marketing-Mitarbeiter auch im Blog den richtigen Ton. Suchen Sie Autoren aus anderen Bereichen Ihres Unternehmens. Verstehen Sie Ihre Rolle eher als Herausgeber und weniger als Autor. Finden Sie keine Autoren, interviewen Sie Ihre Mitarbeiter und lassen Sie sie auf Kommentare antworten.
9. Überfordern Sie die Leser nicht.
Mit einigen einfachen stilistischen Tricks erleichtern Sie den Lesern die Lektüre Ihres Blogs – und sorgen dafür, dass sie gerne wiederkommen: Fassen Sie den Inhalt Ihrer Einträge zu Beginn und am Ende des Texts kurz zusammen. Sagen Sie klar und deutlich, worum es geht. Spitzen Sie Themen zu, um die Aufmerksamkeit der Leser zu gewinnen. Überschriften und Zwischentitel erleichtern das Lesen. Nutzen Sie Bilder, Grafiken und Videos. Wechseln Sie zwischen kurzen und längeren Einträgen.
10. Keine Angst vor der Konkurrenz.
Ihre Konkurrenten lesen Ihr Blog? Macht nichts. Wenn Sie Ihre Kompetenz nicht demonstrieren, können Sie auch Ihre Kunden nicht überzeugen. Ob die Konkurrenz mitliest, spielt angesichts dieses Vorteils keine Rolle.